Stellungnahme von Dr. Walter Rosenkranz, Bildungs- und Kultursprecher der FPÖ

Medienkompetenz bedeutet aus der Sicht der FPÖ die Fähigkeit, mit Medien und deren Inhalten souverän, angemessen und verantwortungsvoll umgehen zu können. Im Sinne unseres „Handbuchs freiheitlicher Politik“, in dem auch die Forderung enthalten ist, dass der Staat durch ein breit gefächertes Angebot dem Grundrecht auf Bildung entsprechen soll, begrüßt die FPÖ Angebote aus dem Bereich der Medienbildung wie auch Ihre Initiative „Medienbildung JETZT!“.

Medienkompetenz als Befähigung zur kritischen Rezeption kann sicherlich auch im politischen Bereich zu einem abgerundeten, differenzierteren Umgang mit Medien und deren Inhalten einen wertvollen Beitrag leisten. Da – wie Sie wissen – Medienbildung zu den Unterrichtsprinzipien gehört, wozu sich auch die FPÖ bekennt, soll Medienbildung nicht etwa in Form eines eigenen Unterrichtsfaches stattfinden, sondern fächerübergreifend in den Unterricht einfließen – ob im schulischen Bereich oder auch im Bereich der Erwachsenenbildung. Eine Beurteilung dessen, ob die Medienbildung bei der Lehrerbildung NEU hinreichend berücksichtigt worden ist, wird sich daher auch erst daran zeigen, ob Lehrer künftig jeweils medienpädagogische Elemente in ihren Unterricht einfließen lassen werden.

Hinsichtlich einer Ausdehnung der freien Werknutzung auf den gesamten Bildungsbereich befinden wir uns noch im Prozess der Meinungsbildung und wäre dies im Bildungsbereich gewiss überlegenswert, wobei hierbei unterschiedliche Interessen abzuwiegen wären. Einer allfälligen parlamentarischen Debatte dieses Themas stehen wir jedoch offen. Bezüglich einer nachhaltigen finanziellen Absicherung sind gewiss auch Initiativen wie „Medienbildung JETZT!“ gefordert ihre Konzepte vorzulegen, durch welche Maßnahmen eine Förderung von Medienkompetenz aus ihrer Sicht zu bewerkstelligen wäre. Nach Vorliegen solcher Konzepte, ließen sich schließlich auch allfällige Finanzierungsmöglichkeiten diskutieren.

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